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Obama: "Früher ein NSA-Kritiker, heute ein Präsident"

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Obama: "Früher ein NSA-Kritiker, heute ein Präsident"

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Während Kritikern in Europa die Reformen nicht weit genug gehen, haben Analysten in Washington die NSA-Rede von Präsident Barack Obama offenbar begrüßt.
James Andrew Lewis vom Zentrum für internationale und strategische Studien zufolge hat sich Obamas Haltung Geheimdiensten gegenüber geändert. Früher, als er im Senat war, sei er ein Kritiker gewesen. Doch jetzt habe er einen anderen Job mit neuer Verantwortung. Er sehe nun ihren Wert und er habe versucht ein Gleichgewicht zu finden.

Bruce Riedel, ein früherer Berater des Präsidenten, der heute für die Denkfabrik Brookings Institution arbeitet, findet, dass sich andere Staatsoberhäupter an Obama ein Beispiel nehmen könnten: “Ich würde es gerne sehen, dass andere Länder vortreten und ähnliche Dokumente vorlegen, die zeigen: unser Geheimdienst wird sich an jene Regelungen halten: Er wird keine Menschen diskriminieren und er hat nicht das Recht Informationen zu sammeln, die im Interesse von Unternehmen sein könnten oder durch die, Industriegeheimnisse gestohlen werden könnten.”

Stefan Grobe, unser Korrespondent in Washington, erklärte: “Die allgemeine Meinung hier ist, dass der Präsident ein Gleichgewicht zwischen nationaler Sicherheit und dem Bedarf an Privatsphäre gefunden hat. Doch sein wichtigster Beitrag ist, dass er überhaupt zu einem Gespräch bereit ist. Es ist schwer vorstellbar, dass seine Amtskollegen in Russland und China das Gleiche tun.”