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Chinas Struktur kommt nicht mehr mit

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Chinas Struktur kommt nicht mehr mit

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Chinas Wirtschaft wächst das zweite Jahr in Folge so moderat wie zuletzt Ende der 90er Jahre. Die Regierung will strukturelle Reformen, vor allem im Finanzsektor. Das Hauptproblem: Hochverschuldete Provinzen, Städte und Kommunen und ein kaum noch kontrollierbarer Finanzsektor. Außerdem soll der Konsum gestärkt werden, um unabhängiger von ausländischen Investitionen und von Exporten zu werden. Peking will dafür auch geringeres
Wachstum hinnehmen. 7,5 Prozent – wie 2014 erwartet – sind gut, 7 Prozent gelten als Untergrenze.

Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde legte 2013 um 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu, so das Statistikamt – das ist etwa der gleiche Anstieg wie 2012.

Andrew Mok, Red Pagoda Resources:

“Weltwirtschaftlich gesehen, werden Länder und Unternehmen die Verlierer sein,die Rohstoffe nach China liefern. Gewinner gibt es auch, sie bedienen die Verbraucher – vielleicht Anbieter von Konsumgütern, Dienstleistungen, vielleicht auch Auslandsreisen. “

China hat sein Bruttoinlandsprodukt im vergangenen Jahrzehnt mehr als verfünffacht. Skeptiker warnen vor einer wachsenden Immobilienblase, einer massiven Ausweitung der Schattenbanken, dubioser Kreditvergabe und spekulativen Vermögensverwaltungsprodukten – und halten eine chinesische Lehmann-Pleite nicht für unmöglich.

“Die Zeit des ‘Wachstumswunders China’ ist vorbei”, meint der Chefvolkswirt der Liechtensteiner VP Bank, Thomas Gitzel. “Künftig werden selbst Wachstumsraten von 7,7 Prozent nur schwer zu erreichen sein.”

su mit dpa, Reuters