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Herz-Hologramm schwebt im OP

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Herz-Hologramm schwebt im OP

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Es klingt nach Science-Fiction: Hologramme von Organen sollen Chirurgen im OP künftig zur Hand gehen. Ein israelisches Unternehmen hat eine Live-3-D-Visualisierungs- und Interaktionstechnologie entwickelt, mit der sich das Herz eines Patienten als dynamische, frei im Raum schwebende 3-D-Animation darstellen lässt. In einer klinischen Studie wurde das Herz-Hologramm von Chirurgen getestet.

Elchanan Bruckheimer, RealView Imaging: “Das Hologramm liefert eine absolut realistische Darstellung der Anatomie des Patienten, so wie sie wirklich ist. Man kann alles sehen und in Echtzeit erkunden. Das ist sehr hilfreich, um einen Eingriff besser zu koordinieren und die Struktur des Organs besser zu verstehen.”

Das medizinische Hologramm wird anhand zweidimensionaler Bildschirmdarstellungen des Organs, Röntgen- und Magnetresonanzbildern oder Ultraschallaufnahmen, erstellt. Eine spezielle Sehhilfe ist nicht nötig. Die Ärzte können zudem die 3-D-Projektion manipulieren, indem sie einfach in das Bild hineingreifen.

Durchgeführt wurde die Pilotstudie mit acht Patienten in Zusammenarbeit mit dem Schneider Children’s Medical Center in Petach Tikva, in Israel.

Einat Birk, Leiterin des Herzinstituts: “Das System ist einfach zu handhaben, denn 3-D-Darstellungen gehören für uns alle inzwischen zum Alltag. Statt einer zweidimensionalen Bildschirmdarstellung schwebt das ganze Herz vor uns im Raum. Wir können es berühren und die Interaktion zwischen dem Gerät und dem Gewebe beobachten.”

Die Entwickler glauben, dass die medizinische 3-D-Holografie in naher Zukunft in der medizinischen Bildgebung eine wichtige Rolle spielen wird, beispielsweise bei pränatalen Untersuchungen zur Darstellung des Fötus im Mutterleib.