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Paris und Peking haben künftig bei Peugeot das Sagen

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Paris und Peking haben künftig bei Peugeot das Sagen

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Der Aufsichtsrat des französischen Autoherstellers PSA Peugeot Citroën ist grundsätzlich für den Einstieg des chinesischen Partners Dongfeng und des französischen Staates. Im Zuge einer Kapitalerhöhung von insgesamt drei Milliarden Euro sollen danach die beiden neuen Parteien an dem Konzern beteiligt werden, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Vor allem die Eignerfamilie Peugeot war in der Frage lange gespalten.

Der Konzern leidet seit 2007 unter dem Einbruch des Absatzes auf dem europäischen Automarkt, seinem wichtigsten Markt. 2013 brach der weltweite Absatz im fast 5 Prozent ein, in Europa um mehr als 7 Prozent. Die Europäer kauften dem Konzern so wenige Fahrzeuge ab wie zuletzt vor 20 Jahren.

Der Gewerkschafter Jean-Pierre Mercier:

“Peugeot ist dabei, Leute zu entlassen, vernichtet mit aller Macht Jobs und der Staat hilft dabei: Das ist ein echter Skandal. Wir wissen jetzt, dass das Management die Produktion ins Ausland verlagern will. Und der Staat unterstützt diese Politik – ein Skandal.”

Peugeot hat ein Werk bei Paris geschlossen und streicht insgesamt mehr als 11.000 Stellen.

Nach der Kapitalerhöhung sollen die Staatsfirma Dongfeng, Paris und die Gründerfamilie je rund 14 Prozent des Kapitals halten. Zur Zeit besitzen die Peugeots, mit denen vor rund 200 Jahren alles anfing, noch gut 25 Prozent (und 38,1 Prozent der Stimmrechte).

su mit AFP, Reuters