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Dieb verkauft Daten 20 Millionen südkoreanischer Kreditkartenkunden

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Dieb verkauft Daten 20 Millionen südkoreanischer Kreditkartenkunden

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Ein gigantischer Datendiebstahl verunsichert die Kunden in Südkorea.

Der Techniker einer Rating-Agentur hatte die Datensätze von Kunden dreier Kreditkartenfirmen auf einen USB-Stick kopiert und an zwei Telemarketingfirmen verkauft.

Betroffen sind mindestens 20 Millionen der insgesamt 50 Millionen Südkoreaner. Die Finanzfirmen hatten ihre Daten unverschlüsselt gespeichert.

Inzwischen entschuldigten sich die Chefs der Kreditkartenfirmen sowie der nationalen Aufsichtsbehörde. Mehrere Verantwortliche traten zurück.

Die Kunden der Kreditkartenfirma Lotte Card beruhigte das nicht: “Ich kann der Kreditkartenfirma nicht mehr vertrauen”, so einen Kundin. “Nicht nur das, ich kann unserem Land nicht mehr vertrauen. Wer ist überhaupt noch glaubwürdig? Ich weiß es wirklich nicht.”

“Vielleicht ist es einfach habgierig für einen alten Menschen wie mich, eine Kreditkarte zu haben”, meint eine Seniorin. “Mein ganzes Leben war bisher auf Glaubwürdigkeit aufgebaut.”

Die Regierung fördert die Nutzung von Kreditkarten als Mittel gegen Korruption. Viele Südkoreaner leben praktisch ohne Bargeld.