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Eskalation der Gewalt: Straßenschlachten in Kiew gehen weiter

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Eskalation der Gewalt: Straßenschlachten in Kiew gehen weiter

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Die Gewalt in Kiew reißt nicht ab: Nach den Straßenschlachten der vergangenen Tage haben sich erneut Hunderte radikale Regierungsgegner gegen die Führung in der Ukraine formiert. Die Justiz stufte die Auseinandersetzungen als Staatsstreich ein. Bisher wurden mehr als 200 Menschen verletzt. Präsident Viktor Janukowitsch warnte in einer Ansprache vor einer Gefahr für das ganze Land und bot einen Dialog an. Die Führung um den Staatschef bildete eine Kommission für eine Lösung der Krise, der der Präsident aber zunächst nicht angehören wolle. Oppositionspolitiker Vitali Klitschko forderte alle Ukrainer auf, sich den friedlichen Protesten in der Hauptstadt anzuschließen. Auch der Präsident solle sich einem Treffen mit der Opposition nicht verschließen.

Euronews-Reporterin Angelina Kariakina berichtet aus Kiew:

“Die Pattsituation zwischen der Polizei und den Demonstranten im Zentrum von Kiew hat sich nicht verändert. Die Zahl der Verletzten wird größer. Die Demonstranten meiden die Krankenhäuser, aus Angst, dort auf Polizei zu treffen. Auch Journalisten sind unter den Verletzten, die immer wieder von Blendgranaten und Gummigeschossen getroffen werden. Viele von ihnen glauben, dass sie absichtlich angeschossen werden, denn die Pressehinweise sind nicht zu übersehen. Jetzt bleibt die Frage, ob die versprochenen Verhandlungen zwischen der Regierung und der Opposition die Eskalation des Konflikts stoppen kann und ob sie die Ergebnisse bringen, für die die Demonstranten jetzt seit fast zwei Monaten protestieren.”