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EU fährt Iran-Sanktionen zurück

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EU fährt Iran-Sanktionen zurück

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Zur Entspannung des Atomstreits mit dem Iran haben die Europäische Union und die USA ihre Sanktionen gegen Teheran zurückgefahren. Die EU-Außenminister beschlossen, die Strafmaßnahmen zunächst für sechs Monate zu lockern. Damit erfüllt die EU ihren Teil eines in Genf geschlossenen Abkommens zwischen dem Iran sowie den fünf UN-Vetomächten und Deutschland vom vergangenen November.

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton kündigte an, die
Verhandlungen mit Teheran über das Atomprogramm sollten im Februar wieder aufgenommen werden. “In den nächsten sechs Monaten wird es entscheidend sein, die vereinbarten Maßnahmen umzusetzen”, sagte sie.

Der belgische Außenminister Didier Reynders forderte Beweise vom Iran, dass die Urananreicherung auf mehr als fünf Prozent wirklich eingestellt ist. “Ich bin ziemlich optimistisch, was die Beziehungen zum Iran angeht, aber ich bin nicht gutgläubig. Es müssen schon Beweise geliefert werden. Ein endgültiges Abkommen muss auf den Tisch, in dem die Verpflichtungen des Iran aufgeführt sind, und geklärt ist, wie die Weltgemeinschaft Beweise sehen kann.”

Nach Angaben der IAEA wird die Behörde künftig im Iran vier statt zwei Inspektoren beschäftigen. Die Anreicherungsanlage in Natans soll täglich besucht werden.