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IWF-Wachstumsprognose angehoben - rote Laterne für die Eurozone

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IWF-Wachstumsprognose angehoben - rote Laterne für die Eurozone

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Der Internationale Wàhrungsfonds (IWF) traut der Welt nun doch 3,7 Prozent Wachstum im laufenden Jahr zu und 2015 sogar noch einen Tick (0,2%) mehr – zuletzt hatte er im Oktober seine Vorhersagen gesenkt – wie
schon zuvor mehrfach. Nicht mehr bis zu 3,8 oder 4,0 Prozent sollten es werden, nur noch 3,6 Prozent. Anlass für die neuerliche Stimmungswende:

Die reifen Volkswirtschaften wachsen doch schneller als gedacht. Und zwar die USA immer mit der Nase vor der Eurozone – bis 2015 mit gut doppeltem Tempo.

Damit ist der IWF noch optimistischer als sein Schwesterhaus Weltbank – sie hatte für das laufende Jahr weltweit 3,2 Prozent mehr Wirtschaftsleistung vorgegeben.

Und was fällt für Europa ab?

Laut IWF wachsen vor allem die Schwellenländer überdurchschnittlich (5,1%), die entwickelten Volkswirtschaften bleiben bei 2,2 Prozent Plus hängen.

Über diese Latte schafft es in der EU nur Großbritannien. Deutschland, Frankreich und co laufen unten durch – die Deutschen mit 1,6 Prozent Plus.

Dabei bleibe die Weltkonjunktur wackelig, besonders in der Eurozone, so die IWF-Analyse. Deflation oder andere Schocks könnten das zarte Pflänzchen abwürgen.

Die immer weiter steigende Arbeitslosigkeit ist da nicht gerade hilfreich.

Eindringliche Empfehlung des IWF an die Europäische Zentralbank: Die Krisen-Nachsorge bei den Banken nicht schleifen lassen: Mehr Eigenkapital, mehr Bankenunion – mit mehr Überwachung und besserem Krisenmanagement. Ziel: Mehr Vertrauen.

Sigrid Ulrich mit dpa, Reuters

Infographic: www.imf.org