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Ukraine: Ruhe vor dem Sturm?

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Ukraine: Ruhe vor dem Sturm?

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Auf den Straßen in Kiew versuchen orthodoxe Priester zwischen den Fronten der Polizei und radikaler Demonstranten zu vermitteln. Offenbar mit Erfolg: Nach zwei Tagen der gewaltsamen Zusammenstöße beruhigte sich die Lage heute etwas.

Die für Montag anberaumte Gesprächsrunde fand nicht statt – boykottiert von der Opposition, weil sich Präsident Viktor Janukowitsch geweigert hatte, persönlich teilzunehmen.

Dieser betonte im Fernsehen dennoch die Bereitschaft seiner Regierung zum Dialog: “Ich rufe zu einem Dialog auf, zu einem Kompromiss, um in unserem geliebten Land wieder Ruhe herzustellen. Ich glaube an die ukrainische Bevölkerung. Ich bin bereit, dem Land bis zu meinem letzten Atemzug zu dienen, solange mir die Menschen vertrauen.”

Die Proteste, die seit Sonntagabend eskaliert sind, richten sich auch gegen neue Anti-Demonstrationsgesetze. Diese Verbote, die morgen in Kraft treten, machten auch aus friedlichen Demonstranten Gesetzesbrecher, so ein Protestierender: “Wir wollen keinen Krieg oder radikale Aktionen. Aber unsere Regierung ist gegen die ukrainische Bevölkerung und zwingt uns dazu. Niemand will Verletzte.”

Gemäßigte Oppositionelle halten die Ausschreitungen für problematisch, offenbar zu Recht.
Diese Männer sollen von der Regierungsseite dafür bezahlt worden sein, mit Hämmern Geschäfte und Autos zu demolieren, um den Ruf der Opposition in der Bevölkerung zu schädigen.

  • Ukraine: stand-off

    21/01/2014-Anadolu agency

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