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Syrien: Neue Fotobeweise für systematische Folter aufgetaucht

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Syrien: Neue Fotobeweise für systematische Folter aufgetaucht

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Neue Beweise für systematische Folter und Ermordung von syrischen Häftlingen durch das Assad-Regime lassen die Hoffnung auf Frieden schwinden. Dem Krieg in Syrien sind bisher mehr als 100.000 Menschen zum Opfer gefallen, knapp sieben Millionen Menschen sind auf der Flucht.

Viele Flüchtlinge sind verzweifelt: “Wir machen uns keine Hoffnungen für die Friedenskonferenz in Genf. Hier im Flüchtlingslager zählen wir nicht darauf, wir vertrauen einzig und allein Gott.”

“Das alles macht uns krank, wir sind müde”, sagte eine junge Frau. “Der Tod ist leichter, als das hier zu ertragen. Wir wollen sterben, aber man lässt uns nicht. Wir beten für den Tod, dass er uns von Hunger und Armut erlöst.”

Ein übergelaufener syrischer Militärpolizist spielte internationalen Rechtsexperten Fotos von rund 11.000 syrischen Häftlingen, die offenbar grausam zu Tode gequält wurden. In Auftrag gegeben hat den Bericht Katar – das Land unterstützt die syrischen Rebellen. Experten stufen die Bilder als authentisch ein. Sie sind der erste direkte Beweis für das, was mit den Tausenden verschwundenen Menschen in Syrien passiert ist, sagen sie.

Diese Frau hat ihren 15-jährigen Sohn verloren. Auch er wurde gefoltert und getötet, sagt sie. Die Fotos seien ein Beweis für “Tötungen im industriellen Ausmaß”, sagte ein britischer Anwalt. Kurz vor Beginn der Friedenskonferenz erhöhen sie den Druck auf den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad.

LINK zum englischen Bericht mit den Beweisfotos.