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Ukraine: Besorgte Stimmung unter Demonstranten in Kiew

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Ukraine: Besorgte Stimmung unter Demonstranten in Kiew

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Wir sprechen jetzt mit unserer Korrespondentin Angelina Karjakina in Kiew. Über tausend Demonstranten haben sich inzwischen ärztlich behandeln lassen. Wie ist die Stimmung: Wollen sich die Regierungsgegner immer noch in Gefahr begeben, oder verlischt das Feuer?

Karjakina: Sie wollen bleiben und weiterdemonstrieren. Die Proteste gehen Tag und Nacht weiter, die Zahl der Verletzten steigt ständig. Freiwillige bieten vor Ort ärztliche Hilfe an. Viele Leute gehen aber auch ins Krankenhaus.

Die Verletzungen sind vielfältig, durch Blendgranaten zum Beispiel oder Gummigeschosse. Bei manchen waren Augenoperationen nötig. Es gibt auch Informationen, wonach Menschen aus Krankenhäusern verschwinden. Freunde und Verwandte suchen jetzt nach ihnen.

Euronews: Die Medien kümmern sich vor allem um die Zusammenstöße im Regierungsviertel. Wie sieht es auf dem Maidanplatz aus, wo alles begann?

Karjakina: Der Maidan ist ein Zentrum der Hilfe und ein Ort zum Ausruhen. Es gibt
Zelte, wo man warmes Essen, trockene Sachen und andere Hilfe bekommen kann.
Die Regierungsgegner machen sich Sorgen, weil zunehmend junge kräftige Männer mit Baseballschlägern unterwegs sind. Bürgerwachen sollen jetzt die Lage beobachten.

Euronews: Gibt es überhaupt noch Fortschritte bei den Gesprächen?

Karjakina: Angeblich gibt es sogenannte vorläufige Beratungen zwischen Opposition und Präsidialverwaltung. Außerdem wollte Witali Klitschko noch einmal
mit Wiktor Janukowitsch sprechen, im Gebäude der Verwaltung. Laut Klitschko kam Janukowitsch aber nicht.