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UNO lädt Iran von den Syriengesprächen wieder aus

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UNO lädt Iran von den Syriengesprächen wieder aus

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Das Hin und Her um Irans Teilnahme an den Syriengesprächen ist schnell wieder vorbei: UNO-Generalsekretär Ban Ki-Mun, der Iran überraschend zu dem Treffen diesen Mittwoch im schweizerischen Montreux eingeladen hatte, hat das Land nun auch ebenso schnell wieder ausgeladen.

Vorangegangen waren Widerstand aus den USA und ein Ultimatum der syrischen Opposition. Ein Sprecher Bans teilt nun zur Begründung mit, Iran halte sich nicht an
die Beschlüsse der ersten Syrienkonferenz vor anderthalb Jahren in Genf. Die Regierung habe zuvor einen anderen Eindruck vermittelt.

Bei diesen Beschlüssen geht es vor allem um die Bildung einer Übergangsregierung in Syrien, unter Beteiligung der jetzigen Regierungsgegner. Die syrische Opposition,
die sonst – bei einer iranischen Teilnahme – ihrerseits für Montreux abgesagt hätte, zeigt sich nun zufrieden.

Iran ist einer der wenigen Verbündeten, die Syriens Machthaber Baschar Assad nach
fast drei Jahren Widerstand gegen ihn und Bürgerkrieg noch bleiben. Damit macht es sich in anderen Teilen der Welt unbeliebt: Trotzdem sagt der Politikforscher Paul Morcos, die Krise in Syrien könne nur unter Beteiligung aller Mitspieler gelöst werden – und Iran sei ein ganz wichtiger Mitspieler, ob es einem nun passe oder nicht.

Assad kann das alles erst einmal fast egal sein: Er wird dieses Jahr wieder eine Wahl abhalten und – so teilte er jetzt mit – dazu wohl auch selber antreten. Dass er die Opposition an der Regierung beteiligt, kommt für ihn gar nicht in Frage: Dazu sitzt er inzwischen wieder zu fest im Sattel.