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Syrien-Friedenskonferenz beginnt mit heftigem Wortwechsel

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Syrien-Friedenskonferenz beginnt mit heftigem Wortwechsel

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Einen Durchbruch erwartet bei der Syrien-Friedenskonferenz am Genfer See kaum einer, zu verhärtet sind die Fronten. Doch allein dass Vertreter der syrischen Opposition und Regierung in Montreux an einem Tisch sitzen, gilt als diplomatischer Erfolg.

“Die Aufgabe von uns allen ist es, dem tragischen Konflikt in Syrien ein Ende zu setzen”, sagte der russische Außenminister Sergei Lawrow. “Er ist Quelle unbeschreiblichen Leids für das syrische Volk. Ein Konflikt, der dieses geschichtsträchtige Land zerstört. Man darf diese Krise nicht auf die Nachbarländer übergreifen lassen.”

US-Außenminister John Kerry betonte, dass die USA eine umfassende Friedenslösung suchen – er erkennt dabei aber wenig Spielraum für Kompromisse: “Wir sehen nur eine Option: Eine Übergansregierung auszuhandeln, mit der alle einverstanden sind. Das bedeutet, dass Baschar al-Assad nicht Teil dieser Regierung sein kann.”

Ahmad al-Dscharba, der Präsident der syrischen Opposition im Exil forderte ebenfalls, “die Macht von Baschar al-Assad an eine Übergangsregierung zu übergeben. Diese Regierung wird den Grundstein für ein neues Syrien legen.”

Gleich zu Beginn der Konferenz lieferten sich UN-Generlsekretär Ban Ki Moon und Syriens Außenminister Walid al-Muallim einen heftigen Wortwechsel.

“Jene, die im Namen des syrischen Volkes sprechen möchten, dürfen weder Verräter sein noch mit dem Feind zusammenarbeiten”, sagte Muallim. Er wollte sich trotz mehrfacher Aufforderung nicht an seine Redezeit halten.

Alle Rücktrittsforderungen wies Baschar al-Assad bisher kategorisch zurück. Frieden mit dem syrischen Präsidenten ist für die Opposition aber keine Option.