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Demonstrationen für und gegen Assad bei Friedenskonferenz in Montreux

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Demonstrationen für und gegen Assad bei Friedenskonferenz in Montreux

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An einen Durchbruch bei den Syrien-Friedensgesprächen glaubt kaum einer – zu verhärtet sind die Fronten. Die tief gespaltene Opposition fordert den Rücktritt von Machthaber Baschar al-Assad. Dieser kündigte jüngst an, erneut kandidieren zu wollen.

Auf den Straßen von Montreux demonstrierten Befürworter des syrischen Präsidenten: “Wir wollen Frieden”, sagte ein Assad-Unterstützer, “wir wollen, dass das syrische Volk seinen Präsidenten ohne Einfluss von außen bestimmt. Wir wollen keinen Terrorismus und keine ausländischen Finanzierungen.”

Nur zwei mutige Männer boten den Assad-freundlichen Demonstranten Kontra: “Wir wollen unsere Gefühle ausdrücken – das, was die Ermordung von Kindern in uns auslöst. Wir schreien, weil wir hoffen, dass die Menschen da drinnen uns zuhören, dass das Assad-Regime sich schämt und zurücktritt.”

“Das syrische Volk hat jegliche Hoffnung verloren”, sagte ein anderer Mann. “All diese Konferenzen, die überall auf der Welt stattfinden. Seit drei Jahren werden Syrer getötet, wahrlich hingerichtet und die Gesellschaft hat nichts dagegen unternommen.”

“Wir haben zu viel Zeit und Menschenleben verloren”, sagte UN-Generalsekretär zu Beginn der Gespräche am Morgen. Am Freitag werden sie in Genf fortgesetzt.