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Friedenskonferenz zu Syrien: Beide Seiten auf Konfrontationskurs

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Friedenskonferenz zu Syrien: Beide Seiten auf Konfrontationskurs

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Es ist immer noch nicht klar, ob die syrische Regierung und die Opposition bei den Friedensverhandlungen am kommenden Freitag miteinander an einem Tisch sitzen werden. UN-Syrienvermittler Lakhdar Brahimi will beide Seiten in Einzelgesprächen, von einem direkten Treffen überzeugen. Bei einer Pressekonferenz betonte er, es sei eine Herausforderung: “Wir machen uns keine Illusionen. Es wird nicht einfach sein, aber wir werden uns nach Kräften bemühen.”  

Syriens Informationsminister Omran al-Soabi schloss am ersten Tag der Verhandlungen in der Schweiz vor Journalisten einen Rücktritt des Präsidenten Baschar al Assads aus. Er fügte hinzu: “Wir, die syrische Delegation, sind hier nach Genf gekommen, weil wir den politischen Weg wählen, um die Situation zu lösen, doch der politische Weg ist das eine, der Kampf gegen Al-Kaida, gegen den “Islamischen Staat im Irak und der Levante” sowie Terrororganisationen ist das andere.”

Für Empörung sorgte die Rede des syrischen Außenministers Walid al-Muallim, er nannte die Regierungsgegner Terroristen. Michel Kilo von der syrischen Opposition sagte über die Vertreter der Regierung: ‘‘Sie sind gekommen, reden um den Brei herum und beschuldigen alle, Terror zu unterstützen.”

Unsere Korrespondentin Kawtar Wakil erklärte: “Offenbar verläuft ein tiefer Graben zwischen den beiden Konfliktparteien in Syrien. Das syrische Regime und die Opposition halten sich beide für die mächtigere Seite und weigern sich, Zugeständnisse zu machen. Experten gehen davon aus, dass die Genf-2-Konferenz nicht die Grundlage für eine friedliche Lösung liefern wird, zumindest nicht kurzfristig.”