Eilmeldung

Eilmeldung

Enttäuschung über Brüsseler Vorschläge zur Klimapolitik

Sie lesen gerade:

Enttäuschung über Brüsseler Vorschläge zur Klimapolitik

Schriftgrösse Aa Aa

Brüssel hat die Vorschläge zur europäischen Klima- und Energiepolitik für die nächsten Jahrzehnte vorgelegt. Umweltverbände protestierten und warfen der Europäischen Kommission mangelnden Ehrgeiz vor.
Bis 2020 soll der Ausstoß von Kohlendioxid um 20 und bis 2030 um 40 Prozent verringert werden. Die Zahlen gelten im Vergleich zu 1990.
Der Anteil der erneuerbaren Energieträger soll bis 2030 auf 27 Prozent steigen. Joris De Blanken von Greenpeace kritisiert, die EU mache 15 Jahre zunichte, in denen in saubere Energie investiert worden sei. Jobs seien entstanden, die Wirtschaft sei weniger abhängig von fossilen Energieträgern geworden. Kritik wurde auch laut, weil die Kommission die Förderung von Schiefergas, das sogenannte Fracking nicht ablehnt, sondern Empfehlungen ausspricht. “Das Potential einer guten Technologie wollen wir nicht verwerfen”, so Klima-Kommissarin Connie Hedegaard. “Die Umwelt muss dabei aber geschont werden.” Die Staats- und Regierungschefs der EU wollen im März über die Vorschläge beraten. Der Experte Christian Egenhofer von der Denkfabrik Zentrum für Europäische Politikstudien meint, Wettbewerbsfähigkeit lasse sich nicht allein durch Energieeffizienz sondern auch durch die wirksame Nutzung der Ressourcen steigern. Die Vorschläge seien ein erster Schritt in diese Richtung. Die Ziele, auf die man sich schließlich einigen wird, werden für die Weltklima-Konferenz 2015 ein wichtiges Zeichen setzen.