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Ukraine: Ruhe vor dem Sturm?

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Ukraine: Ruhe vor dem Sturm?

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Im Moment haben sich die Straßenschlachten etwas beruhigt, berichtet unser Korrespondent in Kiew. Denn es finden Gespräche zwischen der Opposition und dem Präsidenten statt. Aber mehr und mehr Ukrainer kommen nach Kiew, um die Reihen der Demonstranten zu verstärken.

Unterdessen soll sich das Parlament der Ukraine vermutlich am Dienstag zu einer Sondersitzung versammeln, um – wie Präsident Viktor Janukowitsch sagte – eine Lösung für die Krise zu finden. Regierungschef Mykola Azarov hat allerdings die Protestierenden bezichtigt, einen Staatsstreich zu versuchen.

Nach zwei Monaten der Proteste hat sich die Wut der Demonstranten immer weiter aufgestaut und auch in Gewalt entladen.

Ein maskierter Demonstrant sagt:
“Die an der Macht tun alles, um die Freiheit in diesem Land zu zerstören. So wollen uns zu Sklaven machen, wir müssen uns dagegen verteidigen.

Die Leute auf der Straße machen die Regierenden für die Gewalt verantwortlich.

Eine junge Frau meint: “Ich habe Angst auch vor Bürgerkrieg, aber was sollen wir anderes machen?”

Sogar Ukrainer aus dem Ausland sind angereist. Ein Mann kommt aus Italien und sagt, dass er dort alles aufgegeben hat, um sein Heimatland zu verteidigen.

Auch der konservative spanische Politiker Ramon Luis Valcarcel aus Murcia ist nach Kiew gekommen. Dort hat er die Tochter der inhaftierten Politikerin Julia Timoschenko getroffen. Er meint, dies sei der Widerstand eines Volkes gegen eine – wie die Demonstranten sagten – von der Mafia kontrollierte totalitäre Regierung. Das sei die traurige Wahrheit. Diese Leute wollten Teil Europas sein und seien bereit zu sterben, um in Europa zu bleiben.

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