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Draghi in Davos: "Es ist ein Aufschwung"

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Draghi in Davos: "Es ist ein Aufschwung"

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Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos macht der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Druck auf schwache Banken. Institute, die im anstehenden Stresstest für nicht lebensfähig befunden werden, sollten geschlossen werden, sagte der EZB-Präsident.

Nach dem Bilanzcheck (AQR) soll der Stresstest anzeigen, ob wichtige europäische Banken für eine neue Krise gewappnet sind.
Anschließend will die Europäische Zentralbank (EZB) im November die Aufsicht über die größten Häuser der Euro-Zone übernehmen.

Zweiflern an Finanzsystem und Konjunktur auf dem Treffen widersprach Draghi:

“Seit einigen Monaten bekommen wir immer solidere Daten herein. Wir sehen den Beginn eines Aufschwungs, er ist noch immer schwach, noch immer anfällig und noch immer holperig. Die Erholung wird in erster Linie vom Export getragen. Inzwischen greift sie auch zaghaft beim Konsum. Aber es ist ein Aufschwung.”

Sechs Jahre nach dem Ausbruch der Finanzkrise sei das Weltfinanzsystem noch nicht wieder wirklich in Form, so die Stimmung auf den Fluren des Forums (22. bis 25. Januar 2014) zum Thema “die Umgestaltung der Welt:”

Das System funktioniere noch “nicht wie es soll, vor allem in der Euro-Zone. Dort fehlt es noch an Rekapitalisierung und Bereinigung der Bankbilanzen.” meinte zum Beispiel John Lipsky, ehemals IWF.

Sarah Chappell, euronews, Davos

“Trotz des allgemeinen Optimismus unter den Reichen und Mächtigen, die hier in Davos versammelt sind, gibt es einige Anzeichen dafür, dass die Ausläufer der Wirtschaftskrise noch lange nicht ausgestanden sind.”

su mit Reuters