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Drei Anschläge erschüttern Ägypten

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Drei Anschläge erschüttern Ägypten

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Bei drei Anschlägen in Kairo und Giseh sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen, fast 100 wurden verletzt. Zunächst sprengte sich ein Selbstmordattentäter vor dem Polizeihauptquartier in Kairo in die Luft und riss drei Menschen mit in den Tod. Kurz darauf tötete eine zweite Bombe im Stadtteil Dokki eine weitere Person. Der Anschlag in Giseh vor den Toren Kairos blieb folgenlos.

Durch die Wucht der Autobombe wurden zahlreiche Gebäude beschädigt. Neben der Polizeizentrale und einem benachbarten Museum wurden auch andere Häuser und Geschäfte in der Umgebung in Mitleidenschaft gezogen. Ein Ladenbesitzer erzählt: “Wir haben gar nicht verstanden, was passiert ist, die Metalltüren unserer Geschäfte flogen weg, die Fenster, das Glas, alles kaputt. Ich frage mich, was wohl mit den Polizisten passiert ist, die dort waren.”

Die Regierung beschuldigt die Muslimbruderschaft, die aber jegliche Verantwortung abstreitet. Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi durch das Militär häufen sich die Angriffe auf Ägyptens Sicherheitsorgane.

euronews-Reporter Mohammed Shaikhibrahim: “Dieser Angriff sendet die Botschaft an die derzeitige Regierung, dass solche Anschläge jederzeit auch im Herzen Kairos geschehen können. Sie ereigneten sich genau einen Tag vor dem dritten Jahrestag der Revolution, die am 25. Januar 2011 begann. Die inzwischen verbotenen Muslimbrüder wollen morgen Präsenz zeigen.”