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Verhärtete Fronten in der Ukraine: Kiew rüstet sich für den nächsten Kampf

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Verhärtete Fronten in der Ukraine: Kiew rüstet sich für den nächsten Kampf

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Die prowestlichen Regierungsgegner in Kiew haben ihre Barrikaden verstärkt. Sie bereiten sich auf einen erbitterten Kampf gegen die Sicherheitskräfte vor.
Präsident Viktor Janukowitsch ernannte unterdessen Andrej Kljujew, einen Hardliner, zum Leiter seiner Verwaltung, für die Opposition ein Zeichen, dass er nicht einlenken wird.

Die Demonstranten fordern die Europäische Union dazu auf, nicht mehr länger tatenlos zuzusehen, sondern sich in den Konflikt einzuschalten. “Es sollten Sanktionen gegen die ukrainische Regierung verhängt werden. Und natürlich auch gegen die Oligarchen, die sehr viel Einfluss auf die ukrainische Politik haben, die die Mitglieder des Parlaments kontrollieren und die Vermögen auf ausländischen Konten haben”, so ein Aktivist.

Die Protestierenden versuchten auch mit einer künstlerischen Aktion Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen: “Wir wollen zeigen, dass momentan in der Ukraine schreckliche Sachen passieren. Es gibt ein Blutvergießen, die Opfer sind Unschuldige! Wir inszenieren eine Performance vor der deutschen Botschaft und dann vor der polnischen und der österreichischen.” Für diese Performance stellte sich eine junge Frau mit Blumen im Haar auf eine Europakarte. Sie vergoss Kunstblut und sollte so ein Symbol für die leidende Ukraine sein.

US-Vizepräsident Joe Biden rief Janukowitsch dazu auf, den Staßenschlachten ein Ende zu bereiten, ansonsten drohten Konsequenzen. Unsere Korrespondentin Maria Korenyuk erklärte: “Die USA haben bereits Sanktionen gegen die ukrainischen Behörden verhängt. Sie versprachen Visa für ukrainische Beamten, die für die Niederschlagung der friedlichen Proteste verantwortlich sind, rückgängig zu machen. Jetzt fordern die Demonstranten von Europa ähnliche Maßnahmen.”