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Ägypten: Weitere Gewalt am Jahrestag der Revolution befürchtet

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Ägypten: Weitere Gewalt am Jahrestag der Revolution befürchtet

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Drei Jahre ist es her, dass die Revolution auf dem Tahrir-Platz in Kairo ausgebrochen ist – und noch immer kommt Ägypten nicht zur Ruhe. Im Vorfeld des Jahrestages gab es mehrere Anschläge. Das derzeit regierende Militär hat die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Am Freitag flogen Kampfhubschrauber über die Innenstadt von Kairo – am Samstag sollen Sicherheitskräfte den Tahrir-Platz ägyptischen Medien zufolge abriegeln.

Mayar Abdel Aziz hat dort im Januar 2011 mit Tausenden Ägyptern für den Sturz des Langzeitherrschers Husni Mubarak protestiert. An den Beginn der Revolution kann sie sich noch gut erinnern: “Ich denke, die Polizeigewalt war auch ein Grund dafür, dass wir damals am 25. Januar zusammenkamen, das kann niemand bestreiten. Aber es ging auch um die Würde des ägyptischen Volkes – auf das Recht auf angemessene Wohnungen, Bildung, Nahrung und ein funktionierendes Gesundheitswesen.”

Beobachter fürchten weitere Gewalt am Jahrestag der Revolution. Durch Anschläge und Ausschreitungen zwischen Anhängern der Muslimbruderschaft und Sicherheitskräften kamen in dieser Woche mindestens 16 Menschen ums Leben.