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Eskalation der Gewalt: Racheakte in Zentralafrika

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Eskalation der Gewalt: Racheakte in Zentralafrika

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In der Zentralafrikanischen Republik haben offenbar christliche Milizen den früheren Gesundheitsminister Joseph Kalite getötet. Er hatte einst den Aufstand der muslimischen Seleka-Rebellen unterstützt. Augenzeugen zufolge griffen christliche Kämpfer in der Hauptstadt Bangui seinen Wagen an und töteten ihn mit Macheten.
Ein Sprecher der muslimischen Gemeinde sagte: “Er hatte gar kein Amt bei den Seleka-Rebellen inne. Sie haben ihn ausgeschlossen. Aber er war ein Vertreter der Muslime, aus diesem Grund haben sie ihn getötet.”

Nach Angaben von Amnesty International sind am Anfang des Monats bei Angriffen außerhalb von Bangui mindestens 50 Muslime getötet worden. Die Organisation rief die im Land stationierten Friedenswächter auf, auch in der Provinz zu patrouillieren, um Racheakte zu verhindern.

Bei einem Schusswechsel in Bangui wurde ein junger Mann getötet. Ein Augenzeuge erklärte: “Die Muslime dort drüben bei der Brücke in der Nähe des Marktes haben ihn erschossen. Sie sind immer noch dort.”

Seit Eskalation der Gewalt im vergangenen Dezember sind Schätzungen zufolge rund eine Million Menschen auf der Flucht.