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Eisiges Schweigen bei Genfer Syrienkonferenz

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Eisiges Schweigen bei Genfer Syrienkonferenz

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Nach dem gestrigen Vorgeplänkel haben die syrischen Bürgerkriegsparteien am Samstagvormittag in Genf erstmals direkte Friedensgespräche aufgenommen. Allerdings ergriff bei der Vormittagssitzung nur UN-Vermittler Lakhdar Brahimi das Wort. Die Delegationen von Regierung und Opposition hüllten sich eine halbe Stunde lang in eisiges Schweigen.

“Wir haben Anweisungen von Präsident Assad zum Erfolg dieses Treffen beizutragen und die Zukunft Syriens in einer Weise aufzubauen, die das syrische Volk zufriedenstellt”, sagte der stellvertretende syrische Außenminister al-Mikdad nach der Vormittagssitzung. Für die nachmittägliche Verhandlungsrunde versprach Oppositionsunterhändler Anas al-Abdeh, Stellungnahmen, allerdings werde man sich nur an Barhimi wenden nicht direkt an die Gegenseite.

“Es war für uns nicht einfach, an einem Tisch mit der Delegation zu sitzen, die die Mörder von Damaskus vertritt. Es ist nicht die Zeit, sich auf Kleinigkeiten zu konzentrieren, wir müssen das ganze Bild im Auge behalten. Es ist eine wahre Katastrophe, was jetzt in Syrien passiert”, erklärte al-Abdah.

Um Kontakt zu vermeiden, betraten beide Delegationen den Konferenzraum durch getrennte Türen. Erster Tagesordnungspunkt soll eine Waffenruhe für das von Regierungstruppen belagerte Homs sein.