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Brahimi zu Syrien-Verhandlungen: "Wir bewegen uns mit halben Schritten"

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Brahimi zu Syrien-Verhandlungen: "Wir bewegen uns mit halben Schritten"

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Die Syrien-Friedensverhandlungen in Genf gehen nur mühsam voran. Diese Bilanz zog UN-Vermittler Lakhdar Brahimi nach den Gesprächen am Samstag. “Wir haben nicht viel erreicht”, sagte der Diplomat nach dem ersten echten Verhandlungstag. “Aber wir machen weiter.”

Obwohl die Delegationen von Regierung und Opposition erstmals in einem Raum zusammenkamen, sprachen beide Parteien nur über Brahimi miteinander. Der UN-Vermittler nach den Gesprächen: “Die Situation ist sehr, sehr kompliziert. Wir bewegen uns nur mit halben Schritten vorwärts. Am Sonntag wollen wir über einen möglichen Gefangenenaustausch sprechen.”

Bei den Verhandlungen am Samstag ging es vor allem um die humanitäre Lage in Homs. Die Gespräche seien laut Oppositionssprecher Louay Safi eine Art “Testballon” für die Ernsthaftigkeit der Verhandlungsbereitschaft des Assad-Regimes.

“Homs wird seit mehr als zehn Monaten blockiert. Es gibt kein Essen, keine Medizin, jegliche Art von Hilfe fehlt. Über die Situation in Homs hinaus
ging es bei den Gesprächen um die Errichtung von humanitären Korridoren, um die belagerten Syrer vor dem Verhungern zu retten.”

Unterdessen gehen die Kämpfe in Syrien weiter. Ein Amateurvideo soll Angriffe der Regierung auf einen Vorort von Damaskus zeigen – die Echtheit der Aufnahmen ist nicht bestätigt. In dem seit drei Jahren andauernden Bürgerkrieg starben bisher rund 130.000 Menschen.