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Oppositionsführer in Bangkok erschossen

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Oppositionsführer in Bangkok erschossen

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In Thailand ist ein führender Oppositionspolitiker erschossen worden. Suuthin Tharathin hatte von einem Auto aus zu Oppositionsanhängern gesprochen, die Wahllokale im Norden der Hauptstadt Bangkok blockierten, als die Schüsse fielen. Suthin ist Mitglied der Dharma-Armee, einer maßgeblich an den Protesten beteiligten buddhistischen Organisation.

Zuvor war es zu einem Handgemenge mit Anhängern von Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra gekommen. 11 Personen wurden bei dem Zwischenfall verletzt: “Als wir wendeten, schossen sie mehrmals auf uns”, berichtet Demonstrant Ian Petsong.

Nach Angaben der Regierung mussten 45 der 50 Wahllokale in Bangkok, in denen bereits gewählt werden kann, wegen der Blockade der Opposition geschlossen werden. Um die anhaltenden Proteste zu beenden, hatte Ministerpräsidentin Yingluck für den 2. Februar vorgezogene Parlamentswahlen angesetzt. Für diese können in einigen Wallokalen bereits Stimmen abgegeben werden. In 10 der 76 thailändischen Provinzen wurde die Stimmabgabe ebenfalls gestört.

Die Opposition lehnt Neuwahlen ab und verlangt die Einsetzung eines Expertengremiums. Sie hatte die letzten Parlamentswahlen haushoch gegen Yingluk verloren.