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Ukrainische Opposition weiter kampfbereit

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Ukrainische Opposition weiter kampfbereit

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Atempause nach einer durchkämpften Nacht – vorerst ist Ruhe eingekehrt im Zentrum von Kiew. Und doch stehen sich Demonstranten und Sicherheitskräfte weiter mit Argwohn gegenüber. Eine für Sonntag angekündigte Demonstration auf dem Unabhängigkeitsplatz wurde abgesagt, denn die Opposition trauert um mehrere erschossene Mitstreiter.

Die Demonstranten haben angekündigt, mindestens bis Dienstag auf den Straßen präsent zu bleiben. Dann will sich das Parlament erneut die Gesetze zum Versammlungsrecht vornehmen, deren Verschärfung zuletzt zu einer Eskalation der Lage in der Hauptstadt geführt hatte. Ein Zugeständnis der ukrainischen Regierung. So Manchem ist das nicht genug. “Wir können auf Janukowitschs Vorschläge nicht eingehen”, so einer der Demonstranten. Man werde keine Ruhe geben, bis die Regierung und der Präsident abtreten.

Am frühen Sonntagmorgen hatten Demonstranten das so genannte Ukrainische Haus in Kiew gestürmt und die dort stationierten Polizeikräfte vertrieben. In dem ehemaligen Museum fanden Oppostionelle anschließend Vorräte scharfer Munition. Der Fund schürt das Mißtrauen der Opposition. Sie wirft den Sicherheitskräften vor, mehrere Demonstranten gezielt erschossen zu haben.

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