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Forscher erkunden Salztoleranz von Pflanzen

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Forscher erkunden Salztoleranz von Pflanzen

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Jährlich gehen weltweit Millionen Hektar Anbaufläche für die Landwirtschaft verloren, weil sich zu viel Salz im Boden angereichert hat. Betroffen sind neben Amerikas Westen vor allem trockene und halbtrockene Gebiete in Indien, Pakistan, China, Australien, Südamerika und im Nahen Osten.
Mit salzresistenten Pflanzen wollen Wissenschaftler an der University of Tasmania der Versalzung von Ackerböden entgegenwirken.
Die australischen Forscher suchen nach Pflanzen, die auch auf versalzten Böden gedeihen.
Sergey Shabala, University of Tasmania: “Unser Ziel ist, über die derzeit existierenden Anbauflächen hinaus neues Ackerland in Gebieten zu erschließen, die eigentlich nicht für die Landwirtschaft geeignet sind.”

Deswegen versuchen die Forscher, mittels Genaustausch, Pflanzen mit den Eigenschaften auszustatten, die sie dazu befähigen, überschüssiges Salz wieder abzugeben.

Meixue Zhou, University of Tasmania: “Wir versuchen, dieses eine Gen in eine andere Getreidesorte einzupflanzen, ohne die neue Pflanze völlig zu verändern.”

Mehrere Gersten- und Weizentypen, die von Natur aus salzigen Böden widerstehen, wurden als potenzielle Genspender identifiziert. Experimente haben gezeigt, dass die mit dem Gen ausgestatteten Pflanzen überschüssiges Salz über die Wurzeln wieder abgegeben, bevor es zu den Blättern gelangt.

Die Wissenschaftler planen, das Salztoleranz-Gen in weitere Weizenvarianten einzubringen und auf salzigen Versuchsfeldern zu testen.