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Syrien-Friedenskonferenz in Genf: Kleine Erfolge, große Pläne


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Syrien-Friedenskonferenz in Genf: Kleine Erfolge, große Pläne

Nach den ersten Tagen der Syrien-Friedensgespräche in Genf hat UN-Vermittler Lakhdar Brahimi einen kleinen Verhandlungserfolg vermeldet: Frauen und Kinder dürfen die belagerte Stadt Homs verlassen. Die Mitglieder der syrischen Regierung und Opposition saßen während der Gespräche jedoch an getrennten Tischen und kommunizierten nicht direkt miteinander, sondern nur über Brahimi.

“Wenn die Terroristen in Homs den Frauen und Kinder erlauben, dass sie die Altstadt verlassen dürfen, dann sollten wir so schnell wie möglich einen Weg schaffen”, sagte der syrische Vize-Außenminister Faisal al-Mikdad. “Und nicht nur das – wir sollten ihnen Schutz bieten, wir sollten ihnen medizinische Versorgung alles, was sie zum täglichen Leben benötigen, zur Verfügung stellen.”

Regierung und Opposition verhandelten zudem noch ein weit heikleres Thema:

“Wir haben angefangen, über einen Übergang von der Diktatur in eine Demokratie zu sprechen”, erklärte Louay Safi von der syrischen Opposition im Exil. “Das Assad-Regime ist von diesem Thema natürlich nicht begeistert. Die Regierung versucht, Zeit zu gewinnen, genauso wie wir. Sie wendet verschiedene Verzögerungstaktiken an, sie versucht, über Details zu diskutieren, die nicht nachgeprüft werden können.”

Der schwierigste Teil der Gespräche steht noch bevor: Am Montag sollen sich die Verhandlungen um einen Gefangenenaustausch und eine Übergangsregierung drehen. Rücktrittsforderungen wies der syrische Machthaber Baschar al-Assad bisher jedoch kategorisch zurück.

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