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Die Wirtschaft entdeckt die Senioren: rosige Aussichten für den "grauen Markt"

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Die Wirtschaft entdeckt die Senioren: rosige Aussichten für den "grauen Markt"

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Älter werden – alle fürchten es, niemand redet darüber. Die Auswirkungen der Überalterung auf das Wirtschaftswachstum sind nicht klar. Doch ihr Einfluss auf die öffentlichen Finanzen lässt sich nicht leugnen, denn die Überalterung erhöht die Rentenausgaben. Allerdings ist das nicht die Hauptursache für den Anstieg der Gesundheitsausgaben. Dafür sind vor allem die, dank der Fortschritte der Medizintechnik, gestiegenen Pflegekosten verantwortlich.

Diese Entwicklung bedeutet, dass wir in Europa alle wesentlich älter werden: In wenigen Jahrzehnten sind 30 Prozent der Menschen über 65 Jahre alt. Dann arbeiten nur zwei Personen für einen Rentner. Ein drastischer Rückgang von vorher vier arbeitenden Personen für eine im Ruhestand.

Italien ist ein Paradebeispiel für die Probleme und Lösungsansätze der Überalterung – das erklärt uns der Bericht von Giovanni Magi.

In Genf sprechen wir mit Sandra Polaski, der stellvertretenden Generaldirektorin der Internationalen Arbeitsorganisation über die Probleme, Kontroversen und möglichen Chancen der Überalterung.

Und in Finnland sehen wir, dass die “Silver Economy” in wachsendem Maß Initiativen in Partnerschaft mit der privaten Wirtschaft beinhaltet. Einige dieser Dienste werden vom Staat finanziert mit Hilfe des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung, aber in zunehmenden Maß greift der Kunde selbst in die Tasche. Die Kaufkraft der über 65-Jährigen in Europa wird auf 3000 Milliarden Euro geschätzt – was Millionen von Arbeitsplätzen im Gesundheitsbereich schafft.