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Erreicht Obama mit seiner Jahresbilanz die Amerikaner noch?

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Erreicht Obama mit seiner Jahresbilanz die Amerikaner noch?

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Ende Januar ist in Washington die Zeit für die Jahresbilanz des Präsidenten. “State of the Union Message” heißt diese bedeutende Rede. Man hörte vorab aus dem Weißen Haus, die diesjährige Bilanz werde optimistische Töne enthalten.
Dem entsprechen auch die zuletzt gestiegenen Umfragewerte des Präsidenten. Der Historiker Allan Lichtman von der American University warnt aber, der Anteil der unzufriedenen übersteige immer noch jenen der mit ihrem Präsidenten zufriedenen Amerikaner. Er meint, die Leute wollte ihren “alten inspirierenden Obama” wiederhaben. Seine geistigen Höhenflügen seien jetzt gefragt.
Da werden die Wirtschaftschaftsregeln von der Ungleichheit der Einkommen hingenommen. Da sei der Graben zwischen den Vermögenden und und der Gefahr, dass all die anderen auf das Niveau der großen Wirtschaftskrise von 1929 zurückfallen können.Lichtman wörtlich: “All das Wachstum aus den letzten Dekaden des 20. Jahrhunderts ist aufgebraucht. Das ist ein enormes Problem. “
Dem republikanische Senator John McCain, der 2008 gegen Obama die Präsidentschaftswahl verloren hatte, vertrauen nur noch 20 % der Amerikaner. McCain kritisiert, dass Obama sich zu wenig mit Syrien beschäftige, wo zu Tausenden Menschen getötet und gefoltert werden. Da seien Führungsqualitäten gefragt, die Obama vermissen lasse. McCain nennt es “ein Kapitel der Schande in der amerikanischen Geschichte”.

Euronews-Korrepondent Stefan Grobe betont, mit noch drei Jahren Amtszeit vor sich werde der Präsident seine Linie verteidigen. Wenn er sich auf die Wirtschaft konzentriere, treffe er den Nerv bei der Mehrheit der Amerikaner. Im Weißen Haus gehe allerdings die Sorge um, ob Amerika denn noch auf den Präsidenten Obama höre.

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