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Architektur spüren

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Architektur spüren

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Gedämfptes Licht, Bambuszweige und ein Duft von Zedern hängt in der Luft. Diese Installation ist das Werk des japanischen Architekten Kengo Kuma. Inspiriert wurde er von Koh-Do – einer japanischen Weihrauch-Zeremonie.

Insgesamt stellen sieben Architekten ihre Werke in der Londoner Royal Academy of Arts aus. Jeder dieser Architekten wurde damit beauftragt, speziell für die Kunstinstitution angefertigte Installationen zu entwerfen. Sie gingen der Frage nach, wie man Architektur spürbar machen kann.

Kuratorin Kate Goodwin: “Wir wollten die Erfahrungen und die Macht der Architektur in die Galerien bringen. Die Besucher sind eingeladen, Architektur physisch zu erkunden. So machen sie die direkte Erfahrung, wie es ist, sich in einem Raum zu befinden.”

Auch der chinesische Architekt Li Xiaodong hat eine Installation für die Royal Academy of Arts entworfen. Er schickt die Besucher durch ein Labyrinth. Xiaodong ist Professor für Geschichte und Theorie an der Pekinger Tsinghua Universität für Architektur.

Kuratorin Kate Goodwin: “Bei einigen Werken tritt man in eine völlig andere Welt ein, in der der Raum komplett verschwindet. Andere Installationen sind Strukturen, um die man herum läuft. Der Besucher beobachtet eher. Eine Installation hat einen starken Geruch, man kann den fast körperlich spüren. Ein weiteres Werk führt den Besucher in eine andere Welt, bis hoch zu den wunderschönen Decken über uns.”

Bis zur Decke reicht das Werk von Pezo von Ellrichshausen – ein Team von chilenischen Architekten, darunter Mauricio Pezo und Sofia von Ellrichshausen.

Durch eine Holzstruktur soll der Besucher bis nach oben steigen, um eine einzigartige Perspektive auf den Ort zu erhalten. Die Ausstellung ‘Sensing Spaces ist bis Anfang April in der Londoner Royal Academy of Arts zu sehen.