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Auch in Kiew geht der Alltag weiter - trotz der Proteste

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Auch in Kiew geht der Alltag weiter - trotz der Proteste

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In den vergangenen Wochen sind dramatische Bilder von den Protesten in Kiew, um die Welt gegangen. Doch nur ein paar Straßen vom Maidan-Platz entfernt, merkt man von der Revolte wenig. “Wir sind nicht weit von dem Ort entfernt, an dem es zu Auseinandersetzungen kam, im Zentrum von Kiew. Die Menschen hier gehen weiter arbeiten und leben wie bisher”, so euronews-Korrespondent Sergio Cantone.

Eine Ärztin beschreibt die Stimmung in der ukrainischen Hauptstadt: “Ich bin aus Kiew, ich halte durch. Ich würde sagen, das Leben geht weiter wie bisher. Alle machen sich nur Sorgen und hoffen, dass es gut ausgeht.”

Der Besitzer eines Kiosks macht gute Geschäfte: “Ich arbeite seit langem hier, für mich hat sich nichts geändert. Es ist sogar besser, weil ich mehr heißen Tee verkaufe. Ein paar Mal kam sogar die Berkut-Sondereinheit.”

Sorgen machen sich vor allem aktive Demonstranten: “Jeden Tag, wenn ich zur Arbeit gehe, frage ich mich, ob mein Job überhaupt etwas wert ist”, so eine junge Englischlehrerin. “Angesichts des Risikos diesen Kampf gegen die Regierung zu verlieren, ergibt nichts einen Sinn. Ich verbringe meine ganze Freizeit auf dem Maidan-Platz.”

Ukrainischen Medien zufolge unterstützen rund 65 Prozent der Einwohner die Regierungsgegner.