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"Die Halbwertszeit von Zentralbank-Maßnahmen wird immer kürzer"

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"Die Halbwertszeit von Zentralbank-Maßnahmen wird immer kürzer"

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Wie geht es mit Geldpolitik und Währungsturbulenzen weiter? Was zählt, sind die Entscheidungen der Federal Reserve in Washington. Dramatische Schritte der Kollegen rund um den Globus verpuffen.

So haben mehrere Schwellenländer die Notbremse gezogen. Die türkische und die südafrikanische Zentralbank erhöhten ihren Leitzins, um ihre Währungen zu stützen.

In Russland ging die Talfahrt des Rubel weiter, zu einem neuen Tiefstwert. Der ungarische Forint verlor 1,7 Prozent gegenüber dem Dollar.

Die überraschende Zinserhöhung in Südafrika ließ Investoren offenbar von Anfang an kalt. Der südafrikanische Rand rutschte nach dem Beschluss der Notenbank um zwei Prozent ab.

“Die Verzweiflungsaktion der türkischen Zentralbank hat nur kurzzeitig für Erleichterung gesorgt”, sagte ein Händler in Frankfurt. “Diese Welle ist jetzt schon wieder durch. Das zeigt, dass die Halbwertszeit der Zentralbank-Maßnahmen immer kürzer wird. Denn die Anleger wissen, dass die Probleme bleiben.”

Und: “Die Jagd auf die Währungen der Schwellenländer scheint eröffnet”, meinte Marktexperte Robert Halver von der Baader Bank.

Fazit: Nervosität überall.

Der Eurostoxx50 verlor 0,9 Prozent, Zürich 0,62, Frankfurt nach heftigen
Kursschwankungen 0,75 Prozent und Istanbul 2,29 Prozent.

Die Ölpreise änderten sich kaum. Der Euro pendelte um 1,36 Dollar.

su mit dpa, Reuters