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Comic-Festival zum 1. Weltkrieg

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Comic-Festival zum 1. Weltkrieg

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Die Franzosen lieben Comics. So sehr, dass sie ihren ein stets gut bestücktes und gut besuchtes alljährliches Festival widmen. Derzeit trifft man sich in Angoulême schon zur 41. Auflage. Und die ist dem I. Weltkrieg gewidmet. Das mag deutsche Leser verwundern. Aber die haben ja auch keinen Grund, mit alten Soldatenliedern jenes Krieges zu gedenken, der am 1. August vor hundert Jahren ausbrach. In Frankreich ist das anders. Da nennt man diesen Krieg immer noch den “Großen”, “la Grande guerre”. Da wurde noch der letzte lebende Soldat, der letzte überlebende sollte man angesichts der mördisches Stellungsschlachten wohl sagen, alljährlich zum Heldengedenken in seinem Rollstuhl zur Triumphbogen geschoben.
Nach hundert Jahren gibt es keinen Kriegsteilnehmer mehr, da kommt “Soldat Varlot” aus der Feder des Comic-Zeichners Jacques Tardi zu ehren. Der 1946 geborene Tardi hat sich in seinem Werk viel mit Kriegen auseinandergesetzt. Seine Alben tragen Namen wie “Das Ende der Hoffnung” oder “Den Letzten beißen die Hunde”.
Das andere große Thema des 41. Festivals von Angouleme ist Asien gewidmet. Man begeht auch in dieser Branche den 50. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Frankreich und der Volksrepublik China.
Insgesamt wetteifern in diesem Jahr 62 Alben um die Preise, die in vier Kategorien vergeben werden, darunter bestes Jugendalbum und bestes Krimi-Album. Erwartet werden um die 200.000 Gäste. Auch wenn die Branche zuletzt einen Umsatzrückgang und einige Finanzierungsprobleme zu überstehen hatte,
2013 wurden in Frankreich allein z.B. 1,3 Millionen Exemplare von “Asterix bei den Pikten “ verkauft.