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Für EU-Großbanken: Kandare, weich gepolstert

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Für EU-Großbanken: Kandare, weich gepolstert

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Die EU-Kommission will die europäischen Großbanken ab 2017 zu einer strikteren Trennung riskanter Finanzaktivitäten vom übrigen Geschäft zwingen – Spareinlagen sollen nicht mehr zur Finanzierung von Spekulationen eingesetzt werden dürfen.

Laut Kritikern fielen die Vorschläge zum Verbot des Eigenhandels und der Abtrennung bestimmter Geschäftsbereiche von EU-Kommissar Michel Barnier weniger rigide als ursprünglich geplant.

So soll es keine Aufspaltung der wachsenden Großbanken geben – weniger “too big to fail” war eines der politischen Ziele nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers im Jahr 2008 gewesen.
Einige Handelssparten sollen ausgelagert werden – in Tochtergesellschaften. Sie bleiben aber Teil der Bank.

Die Regeln sollen für Banken gelten mit mindestens 30 Milliarden Euro Bilanzsumme oder mehr als 70 Milliarden Euro Handelsvolumen.

Das trifft laut Kommission europaweit rund 30 Geldhäuser, die mehr als 65 Prozent aller Banken-Vermögenswerte auf sich vereinigten – die Größenklasse von Deutscher Bank, Barclays oder BNP Paribas.

EU-Parlament und EU-Staaten müssen noch zustimmen – in beiden Lagern wurden Barniers Vorschläge bereits kritisiert.

su mit Reuters