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US-Notenbank Fed kürzt Konjunkturspritzen weiter

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US-Notenbank Fed kürzt Konjunkturspritzen weiter

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Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) fährt ihr Konjunkturprogramm weiter zurück: Sie kauft künftig monatlich für 65 Milliarden Dollar Wertpapiere auf. Das sind 10 Milliarden Dollar weniger als bisher. Der Leitzins bleibt auf dem historischen Tiefstand zwischen
Null und 0,25 Prozent.

Das beschloss der Offenmarktausschuss der Fed auf seiner letzten Sitzung unter Leitung von Ben Bernanke.

Er gibt damit das Tempo vor für Nachfolgerin Janet Yellen, eine engagierte Arbeitsmarktexpertin.

Im vergangenen Jahr hatte die Notenbank noch Monat für Monat Wertpapiere im Wert von 85 Milliarden Dollar aus dem Markt herausgekauft, um trotz eines Leitzinses von praktisch null noch zusätzlich Einfluss auf die Wirtschaft nehmen zu können. Über die erweiterte Lockerung der Geldpolitik versuchte die Fed, besonders die Beschäftigung, aber auch den Konsum und die Investitionen anzukurbeln.

Die Liquidität hatte weltweit die Börsen beflügelt.

Die Politik der sogenannten Quantitativen Lockerung blies das Wertpapierpaket in der Bilanz der Fed seit Beginn der Wirtschaftskrise auf das Vierfache auf – auf 4,1 Billionen Dollar – etwa ein Viertel der jährlichen Wirtschaftsleistung der USA (16,2 Billionen Dollar) – heißt auch auf knapp ein Viertel der Staatsschulden.

Sigrid Ulrich mit dpa, Reuters