Eilmeldung

Eilmeldung

Syrien-Friedensverhandlungen in Genf: "Das Eis schmilzt langsam"

Sie lesen gerade:

Syrien-Friedensverhandlungen in Genf: "Das Eis schmilzt langsam"

Schriftgrösse Aa Aa

Bei den Genfer Friedensgesprächen zu Syrien bleiben die Fronten verhärtet. Bisher gab es kaum Fortschritte. Die Kluft zwischen syrischer Regierung und Opposition ist groß.

Angesichts der äußerst komplizierten Situation sei allein die Tatsache, dass die beiden Seiten eine Woche nach Beginn der Verhandlungen immer noch miteinander sprechen, ein Erfolg, so UN-Vermittler Lakhdar Brahimi: “Ich erwarte nicht, dass wir etwas Wesentliches erreichen. Ich bin sehr glücklich, dass wir immer noch diskutieren. Das Eis schmilzt langsam – aber es schmilzt. Ich hoffe, dass die zweite Gesprächsrunde strukturierter und produktiver sein wird.”

Die Genfer Gespräche sollen nach einer Auszeit im Februar fortgesetzt werden. Ein neues Datum soll am Freitag, dem letzten Tag der Gespräche, gefunden werden.

Die syrische Opposition würde die Verhandlungen gerne beschleunigen, so Louai al-Safi, Sprecher der Nationalen Koalition der syrischen Revolutions- und Oppositionskräfte: “Wir sind verpflichtet, eine politische Lösung zu finden, um dem Leid in Syrien ein Ende zu setzen. Aber irgendwann ist genug. Wir werden nicht monatelang hier bleiben, um Gespräche ohne jeglichen Fortschritt zu führen. Wir müssen vorwärtskommen, und zwar bedeutend.”

In Homs jedoch dauern die Gefechte immer noch an. Die am Sonntag vereinbarte humanitäre Hilfe für Not leidende Menschen in der von Regierungstruppen belagerten Altstadt wurde bisher nicht umgesetzt.