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Syrien: "Ganze Stadtviertel ausradiert"

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Syrien: "Ganze Stadtviertel ausradiert"

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Die syrische Regierung hat seit Beginn des Bürgerkriegs ganze Viertel in den Städten Damaskus und Hama in die Luft gesprengt oder mit Bulldozern niedergewalzt. Das berichtet die Menschenrechtsorganisation “Human Rights Watch” in einem 38-seitigen Bericht. In diesen Vierteln wohnten hauptsächlich Rebellen oder Menschen, die die Rebellen unterstützten. Sie waren vor den Sprengunen vertrieben worden. Danach hatten sie keine Häuser mehr, in die sie zurückkehren konnten.

Ole Solvang, ein Sprecher von Human Rights Watch, sagte, ganze Viertel auszuradieren, sei auch in einem Krieg nicht zu rechtfertigen. Diese illegalen Zerstörungen seien die neuesten Verbrechen in einer langen Reihe von Verbrechen der syrischen Regierung. Human Rights Watch forderte, auch dieses Thema bei den momentan in Genf laufenden Friedensverhandlungen anzusprechen.

Diese wurden unterdessen ohne Aussicht auf einen baldigen Durchbruch fortgesetzt. Vertreter der Regierung und der Opposition trafen sich erneut mit dem Syrien-Vermittler der Vereinten Nationen, Lakhdar Brahimi, hinter verschlossenen Türen.