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Australien: Großes Barriereriff und Hafenausbau im Konflikt

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Australien: Großes Barriereriff und Hafenausbau im Konflikt

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Umweltschützer sehen das Große Barriereriff in Gefahr. Die Unterwasserlandschaft ist das größte Korallenriff der Welt, mehr als zweitausend Kilometer lang vor der Nordostküste Australiens.

Grund für die Sorge ist die Ausbaugenehmigung für Abbot Point, einen großen Kohlehafen an dieser Küste. Der ausgebaggerte Schlamm muss irgendwohin: Er soll aber im Meer bleiben, natürlich landet er dann in Riffnähe.

Die zuständige Behörde verspricht, es gehe dabei um Sand, Schlamm und Lehm, nichts Giftiges. Der Abraum werde auch nirgendwo abgekippt, wo Korallen seien. Außerdem müsse in Abbot Point weitaus weniger gebaggert werden als an anderen Stellen entlang der Küste.

Der Hafen von Abbot Point wäre nach diesem Ausbau der größte Kohlehafen der Welt. Die Hafenbetreiber wollen landeinwärts ein neuentdecktes großes Kohlevorkommen abbauen; der vergrößerte Hafen soll den Abtransport sichern.

Sie werben mit Arbeitsplätzen und Milliardeneinnahmen. Umweltschützer verweisen dagegen darauf, wie empfindlich das Riff sei. Man dürfe es nicht immer noch neuen Belastungen aussetzen, wie Abraumablagerungen oder erhöhten Schiffsverkehr.

Das Große Barriereriff steht auf der Welterbeliste der UNESCO. Die Organisation will ohnehin schon prüfen, ob sie es als gefährdet einstuft oder ganz von der Liste streicht. Im Sommer soll eine Entscheidung fallen, nach einer Stellungnahme der australischen Regierung.