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Das Leid der Schwellenländer

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Das Leid der Schwellenländer

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Die Währungskrise in den Schwellenländern hält die Finanzwelt weiterhin in Atem. Auch am letzten Handelstag der Woche waren die Auswirkungen an den Börsen deutlich zu spüren. Die US-Notenbank fährt ihr Konjunkturprogramm zurück und kauft weniger Wertpapiere auf. Die Straffung der Geldpolitik macht die USA für Investoren attraktiv – zum Leidwesen der Schwellenländer. Kapital wird abgezogen, die Währungen gehen reihenweise auf Talfahrt.

Auch bei einer Konferenz der Zentralbank-Direktoren in Budapest, an der Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban teilnahm, fand man kein Wundermittel zur Lösung der Krise. Orban jedenfalls sprach sich dafür aus, den Finanzexperten das Steuer nicht aus der Hand zu reißen.

“Ich bin davon überzeugt, dass sich die Regierungen von den Diskussionen um den Wechselkurs fernhalten und dieses Thema den Zentralbanken überlassen sollten. Das Einzige, was wir tun können, ist, eine Finanzpolitik voranzutreiben, die zu einer stabilen Währung führt”, sagte Orban.

Im Vergleich zu anderen Schwellenländern verfügt Ungarn über verhältnismäßig gute Voraussetzungen, die Auswirkungen der Krise in Grenzen zu halten, doch auch der Forint leidet.

euronews-Reporterin Doloresz Katanich berichtet aus Budapest: “Die Währungen in den aufstrebenden Märkten fallen immer mehr. Das gilt vor allem für den ungarischen Forint. Aber davon spricht hier keiner: weder der Präsident der ungarischen, noch der Vertreter der russischen Zentralbank hatte dazu etwas zu sagen. Und der Vizepräsident der türkischen Zentralbank sagte seine Teilnahme kurzfristig ab.”