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Jazenjuk: "Todesschwadrone in der Ukraine"

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Jazenjuk: "Todesschwadrone in der Ukraine"

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Inzwischen ist Dmitri Bulatow wegen seiner Verletzungen in einem Krankenhaus in Kiew behandelt und offenbar auch operiert worden. Einer seiner Freunde, der sich ebenfalls bei Automaidan engagiert, bestätigte die Aussagen Bulatows. Dieser sei geschlagen, gefoltert und gekreuzigt worden. Die Männer hätten wissen wollen, wer hinter Automaidan stehe und wer die Organisation finanziere.

Der Führer der oppositionellen Vaterlandspartei Arseni Jazenjuk ist unterdessen zur Sicherheitskonferenz nach München gereist. Auch er fürchtet nach eigenen Angaben um sein Leben.

Man werde in München auf eine internationale Untersuchung aller Morde, Missbrauchsfälle, der Folter, Entführungen und Angriffe auf Journalisten drängen. Auch der aktuelle Fall Dmitri Bulatow sei ein Beweis dafür, dass es in der Ukraine jetzt Todesschwadrone wie einst in Südamerika gebe.

Seit der Verschärfung des Versammlungsrecht am 16. Januar sind in der Ukraine mindestens vier Menschen getötet und mehr als 500 verletzt worden.