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Letzte Runde der Syriengespräche in Genf geht zu Ende

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Letzte Runde der Syriengespräche in Genf geht zu Ende

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Die Gespräche über die Krise in Syrien gehen heute fürs erste zu Ende. In zehn Tagen wohl sollen die Unterhändler zu einer zweiten Runde nach Genf zurückkehren.

Ein Ergebnis erwartet heute, nach einer Woche, keiner: Regierung und Aufständische waren hier mit entgegengesetzten Vorstellungen angereist, und mit diesen Vorstellungen werden sie auch wieder abreisen.

So wirft eine Regierungsvertreterin der Opposition vor, sie unterstütze den Terrorismus, weil sie eine Resolution dagegen ablehne. Die Regierung nennt allerdings schlechthin jeden Widerstand Terrorismus, also auch den Kampf ihrer Gegner.

Die sind schon auch gegen Terrorismus, wollen sich aber nicht pauschal verunglimpfen lassen. Außerdem verweisen sie darauf, dass das Regime von ausländischen Kämpfern unterstützt werde, die durchaus auch als Terroristen gelten könnten – wie die der libanesischen Hisbollahmiliz.

Dagegen ist für die Opposition vielmehr die drängende Frage, wie sie Staatspräsident Baschar Assad und seine Regierung loswerden könnte.

Man könne die Gewalt stoppen, indem man eine Übergangsregierung einsetze, sagt ein Sprecher: Die Machthaber wollten das aber nur als letzten Schritt, und das sei die falsche Reihenfolge.

Die Vermittler bei der Konferenz wären schon zufrieden, wenn zum Beispiel Hilfe in umkämpfte Städte wie Homs käme. Ein Hilfstransport der UNO steht für Homs bereit; aber nicht einmal darüber gab es eine Übereinkunft. Zumindest gelangte jetzt etwas
Hilfe nach Jarmuk, einen Stadtteil von Damaskus. Knapp tausend Nahrungspakete reichen aber nur für das Allernötigste.