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Neuer Anschlag: Bagdad im Visier der Extremisten

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Neuer Anschlag: Bagdad im Visier der Extremisten

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Auf den internationalen Flughafen in Bagdad sind drei Raketen gefeuert worden. Ein Flugzeug wurde getroffen, doch es gab keine Verletzten. Eigentlich gilt der Flugplatz der irakischen Hauptstadt als sicher, was diesen Angriff umso besorgniserregender macht.

Am Donnerstag hatten bewaffnete Angreifer ein Regierungsgebäude gestürmt und Geiseln genommen. Insgesamt kamen 24 Menschen ums Leben. Die Sicherheitskräfte machen die Terrorgruppe “Islamischer Staat im Irak und Levante”, ISIL, für das Attentat verantwortlich.

Die Behörden rechnen mit weiteren Angriffen auf Bagdad in den kommenden Tagen. Die Extremisten versuchten so, die Sicherheitskräfte von der Situation in der Anbar Provinz abzulenken. Sunnitische Kämpfer der ISIL haben dort gemeinsam mit Stammesangehörigen vor einem Monat die Städte Ramadi und Falludscha unter ihre Kontrolle gebracht. Die Armee der Regierung hat seitdem Falludscha umstellt, es kommt immer wieder zu Schusswechseln.

Der schiitische Ministerpräsident Nuri al-Maliki bat die internationale Gemeinschaft um Hilfe bei der Bekämpfung dieser Gruppen, die Al-Kaida nahestehen. Durch den Bürgerkrieg im benachbarten Syrien, seien sie erstarkt.