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Syrien: 1900 Tote bei Kämpfen während der Genfer Verhandlungen

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Syrien: 1900 Tote bei Kämpfen während der Genfer Verhandlungen

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In Syrien sind die Kämpfe während der Friedensverhandlungen in der Schweiz weitergegangen. Nicht authentifizierte Aufnahmen vom Freitag sollen einen Angriff auf die Rebellenstadt Daraya zeigen – zu sehen sei der Abwurf von Fassbomben durch Regierungstruppen. Bei einem ähnlichen Angriff auf die Stadt am Donnerstag starben laut Medienberichten elf Menschen.

Insgesamt seien seit Beginn der Genfer Verhandlungen vor neun Tagen etwa 1900 Menschen in dem Bürgerkrieg ums Leben gekommen – darunter fast 500 Zivilisten. Das teilten syrische Menschenrechtsbeobachter in London mit.

Die humanitäre Versorgung des Landes ist weiterhin schwierig – in dem Damaszener Stadtteil Yarmuk brach eine Schießerei aus, nachdem die UN dort Lebensmittel verteilt hatte. Das Viertel war ursprünglich ein palästinensisches Flüchtlingscamp. Zehntausende Bewohner sind von jeglicher Versorgung abgeschnitten.

Mit den Hilfslieferungen der UN vom Donnerstag und Freitag können sich etwa 9000 Erwachsene und Kinder zehn Tage ernähren. Der UN war es zuletzt am 21. Januar gelungen, Essenspakete auszuteilen. 87 Menschen sind einer syrischen Nichtregierungsorganisation zufolge bisher in Yarmuk verhungert. Beobachter schätzen, dass landesweit 250.000 Menschen keinen Zugang zu humanitärer Hilfe haben.