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Spanien: Massenprotest gegen Anti-Abtreibungsgesetz erwartet


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Spanien: Massenprotest gegen Anti-Abtreibungsgesetz erwartet

In Madrid werden am Samstag Zehntausende Menschen zu erneuten Protesten gegen ein geplantes Anti-Abtreibungsgesetz erwartet. Mehr als 300 Protestgruppen haben sich zu den Demonstrationen in der spanischen Hauptstadt angesagt. In mehreren europäischen Städten wollen Menschen aus Solidarität auf die Straße gehen.

Ministerpräsident Mariano Rajoy will mit der Reform des Abtreibungsrechts ein Wahlversprechen einlösen. Seine konservative Volkspartei hatte den Gesetzesvorschlag im Dezember verabschiedet.

Sollte das Gesetz in Kraft treten, könnten Frauen nur noch nach einer Vergewaltigung oder bei einem erheblichen Gesundheitsrisiko abtreiben. Derzeit können Spanierinnen ihre Schwangerschaft bis zur 14. Woche ohne jede Angabe von Gründen beenden lassen. Erst danach müssen sie sich ärztlichen Rat holen. Diese Regelung gilt seit 2010. Das geplante Gesetz ist noch strenger als die von 1985 bis 2010 geltenden Vorschriften.

Die Mehrheit der Spanier ist Umfragen zufolge gegen die strengeren Regelungen bei Abtreibungen. Die Regierung in Madrid hat bisher noch keinen Termin für die Abstimmung im Parlament angesetzt.

Bereits am Mittwoch haben in Brüssel etwa zweitausend Männer und Frauen gegen die Pläne protestiert, darunter auch Europa-Abgeordnete.

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