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Spanien: Protestmarsch für das Recht auf Abtreibung

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Spanien: Protestmarsch für das Recht auf Abtreibung

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In Spanien haben Tausende Menschen gegen das geplante Abtreibungsverbot der Regierung protestiert. Menschen aus dem ganzen Land trafen sich beim Bahnhof Atocha und zogen auf einem Protestmarsch bis vor das Parlament. Der Gesetzesentwurf der konservativen Regierung erlaubt eine Abtreibung nur dann, wenn die Frau vergewaltigt wurde oder ihr Leben in Gefahr ist.

Sie sei hier, weil Spanien in Sachen Frauenrechte einen Schritt zurück mache, meint eine Demonstrantin. Die Regierung wolle etwas völlig Normales unter Strafe stellen. Dabei sei das Thema doch schon längst zum Abschluss gebracht worden.

Das Gesetz führe zu illegalen Abtreibungen, glaubt eine andere Spanierin. Frauen würden zu Verbrechern gebrandmarkt, die noch dazu ihr Leben riskierten.

2010 hatte die sozialistische Vorgängerregierung das spanische Abtreibungsgesetz an moderate Standards anderer europäischer Staaten angepasst – somit sind in Spanien Abtreibungen in den ersten 14 Wochen der Schwangerschaft bisher noch möglich und werden nicht bestraft. Dem Parlament ist der umstrittene Gesetzesentwurf noch nicht zur Abstimmung vorgelegt worden.