Eilmeldung

Eilmeldung

Ukraine: Diplomatisches Tauziehen in München

Sie lesen gerade:

Ukraine: Diplomatisches Tauziehen in München

Schriftgrösse Aa Aa

Der Westen und Russland haben sich gegenseitig beschuldigt, auf die Ukraine Einfluss nehmen zu wollen. Die Krise dort ist ein zentrales Thema auf der Sicherheitskonferenz in München. US-Außenminister John Kerry bekräftigte erneut, die USA und EU unterstützten die Menschen in der Ukraine bei ihrem Kampf für mehr Demokratie.

Kerry sagte, “die große Mehrheit der Ukrainer will frei in einem sicheren und florierenden Land leben. Sie kämpft für ihr Recht, sich mit Partnern zusammenzutun, die ihnen dabei helfen. Sie hat entschieden, dass ihr Schicksal nicht erzwungenerweise mit einem Land allein verknüpft sein muss.”

Russlands Außenminister Sergej Lawrow beschuldigte hingegen Mitglieder der EU, die Demonstrationen gegen die Regierung in Kiew anzuheizen. “Warum werden nicht die verurteilt, die Regierungsgebäude besetzen und besetzt halten, die die Polizei angreifen, und die rassistische, antiseminitische und Nazi-Parolen in den Mund nehmen?” fragte Lawrow in München.

Auch die Führer der ukrainischen Opposition wohnen der Konferenz in München bei, um Unterstützung zu sammlen. Hauptziel sei es, so Vitali Klitschko, aus der Ukraine ein europäisches und modernes Land zu machen.

Euronews-Korrespondent James Franey aus München: “John Kerry sagte, dass die EU voll hinter den Menschen in der Ukraine steht. Aber die Oppositionsführer wollen mehr. Sie wollen die USA und Europa von Sanktionen gegen die Janukowitsch-Regierung überzeugen, die ihrer Meinung nach jetzt nötig sind, um die politische Krise zu lösen.”