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Ukraine: Misshandeltem Dmitri Bulatow droht neues Ungemach

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Ukraine: Misshandeltem Dmitri Bulatow droht neues Ungemach

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Dem entführten und misshandelten Dmitri Bulatow droht schon wieder neues Ungemach: Gerade erst war der ukrainische Regierungsgegner nach über einer Woche wieder aufgetaucht, in einem bedauernswerten Zustand.

Jetzt will ihn die Polizei festnehmen, wegen seiner Rolle bei den Kundgebungen gegen die Regierung. Bulatow organisierte vor allem den “Automaidan”, Proteste mit Hilfe von Autokolonnen. Das Wort spielt auf den Kiewer Maidanplatz an, das Zentrum der Kundgebungen.

Jede Stelle seines Körpers tue ihm weh, sagt Bulatow im Krankenhaus; die Entführer hätten ihm sein Gesicht zerschnitten, ein Stück Ohr abgeschnitten, gedroht ein Auge auszustechen, ihn zusammengeschlagen, ihn gekreuzigt und an eine Tür genagelt: Und trotz allem lasse man sich nicht einschüchtern, nichts werde die Demonstranten aufhalten.

In den Augen der Polizei ist es aber auch möglich, dass Bulatows Verschwinden von den Regierungsgegnern selbst eingefädelt wurde, um die Stimmung anzuheizen – oder dass zum Beispiel einfach ein Streit um Geld dahintersteht.

Die Demonstranten in Kiew wollen jetzt verhindern, dass Bulatow noch im Krankenhaus festgenommen wird. Den Versuch dazu hat es offenbar schon gegeben.