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UN: Mehr Hilfe für Zentralafrikanische Republik vonnöten

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UN: Mehr Hilfe für Zentralafrikanische Republik vonnöten

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Die Vereinten Nationen haben zu verstärkten Hilfsleistungen für die Zentralafrikanische Republik aufgerufen. In dem internationalen Hilfsfonds seien erst 5 Millionen Dollar, hieß es am Rande der internationalen Geberkonferenz in Addis Abeba.

Fast eine Million Menschen sind auf der Flucht vor der Gewalt. In der Hauptstadt Bangui besuchte Interimspräsidentin Catherine Samba-Panza ein Flüchtlingslager und forderte die Menschen auf, Plünderungen und Gewaltakte sein zu lassen.

Im 180 km entfernten Sibut sammeln sich Kämpfer der Seleka-Miliz, die Anfang der Woche die Hauptstadt Bangui verlassen hatten. Es heißt, den muslimischen Rebellen nahestehende Kräfte hätten eine Unabhängigkeitsbewegung für den Norden der Zentralafrikanischen Republik gegründet.

Seit dem Sturz von Staatspräsident Michel Djotodia, der sich mit Hilfe überwiegend muslimischer Seleka-Rebellen an die Macht geputscht hatte, kommt es immer wieder zu Übergriffen auf Muslime. Für sie werden Anhänger des von Djotodia gestürzten Präsidenten Bozize und christliche Milizen verantwortlich gemacht.

Nach Angaben des Roten Kreuzes hat die Gewalt in Bangui in den vergangenen drei Tagen ein “beispielloses Niveau” erreicht. Mindestens 30 Menschen wurden getötet. Der Erzbischof von Bangui warnte vor einem drohenden Völkermord an den Muslimen in seinem Land.

Weiterführender Link

domradio.de: Der Erzbischof von Bangui über die Situation in Zentralafrika : Der Hass ist zu stark