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Goldene Morgenröte will Parteiverbot umgehen

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Goldene Morgenröte will Parteiverbot umgehen

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In der griechischen Hauptstadt Athen ist es im Anschluss an eine Kundgebung der rechtsextremistischen Partei Goldene Morgenröte (Chrysi Avgi) zu Straßenschlachten mit Linksextremisten gekommen.

Bei der Demonstration kündigte die Parteiführung an, ein mögliches Parteiverbot zu umgehen und auf jeden Fall bei den Europa- und Kommunalwahlen im Mai anzutreten. Umfragen sagen der Goldenen Morgenröte eine Verdopplung ihres Stimmanteils verglichen mit der Parlamentswahl vom Juni 2012 voraus.

Im Falle eines Verbots der Goldenen Morgenröte (Chrysi Avgi) soll eine von Nationalisten gegründete Gruppierung mit dem Namen Nationale Morgenröte (Ethniki Avgi) an den Wahlen teilnehmen.

Nach der Ermordung eines linken Musikers durch einen Anhänger der Goldenen Morgenröte im September, wurde die Partei als kriminelle Vereinigung eingestuft. Fünf Parlamentsabgeordnete sitzen seither in Untersuchungshaft. Ein mögliches Parteiverbot stößt aber auf verfassungsrechtliche Schwierigkeiten.

Rund 3.000 Anhänger der Neonazis hatten sich an einem Denkmal versammelt, das an drei griechische Marine-Offiziere erinnert, die 1996 bei einem Zwischenfall mit der Türkei in der Ägäis getötet worden waren.

Knapp 500 Meter entfernt versammelten sich vor dem Parlament etwa tausend Antifaschisten. Als einige von ihnen einen Mann, der eine griechische Flagge trug, verprügelten, brachen die Straßenschlachten aus.

Die Polizei setzte Tränengas ein, und verfolgte die Randalierer durch U-Bahn-Tunnels. Demonstranten setzten mehrere Mülltonnen in Brand und demolierten einen Geldautomaten. Eine Person wurde festgenommen.